Dienstag, 13. Oktober 2009

Buried Alive



Spitzenmäßig!

Nun ja, Uni hat wieder angefangen, und einige meiner ersten Erkenntnisse des gestrigen Tage waren:

  1. Portugiesisch ist eine sehr schöne Sprache, die seeehr eng mit Spanisch verwandt ist.
  2. Deswegen wird es mir das glaub ich nicht wert sein, an die 100€ für das Erlernen dieser Sprache auszugeben (55€ Kursgebür + 2x40€ fürs Material)
  3. Es hat sich nichts geändert: Vorlesungen behandeln am Anfang eines Semesters den gleichen Shit aus den letzten Semestern noch einmal in aller Gründlichkeit. Wir sind der Meinung: Das ist ööööde.
  4. Also werde ich in diesem Semester wohl wieder eine menge Freizeit haben =)
Heute morgen erneute Uni-Ernüchterung: Mein innerer Kampf ums Aufstehen oder Liegenbleiben war schon aufreibend genug; niemand geht gerne früh um 9 in die Uni. Zumal diese Vorlesung genauso laufen würde wie "Lieneare Optimierung" gestern: Einführungsgeplänkel, um dann mit den "Grundlagen" zu beginnen, die wir alle schon kennen und die ich einfach zum sterben öde gefunden haben würde. Ich bin also eigentlich nur wegen des Einführungsgeplänkels aufgestanden, und hab mich dann noch reichlich mit Zeitschriften eingedeckt, um den Rest der Vorlesung was zu tun zu haben.

Was passierte? 100 Studenten saßen da. warteten, warteten, keiner kam. Offensichtlich geht es erst am Donnerstag los. Wusste natürlich wieder nur einer. Blöd war das, zumal ich den Rest des Tages frei habe und somit ausschlafen hätte können. Außerdem hätte ich meine Hose dann noch ein bisschen länger auf der Heizung lassen können, und wäre nicht mit so einem klammen Gefühl in die Straßenbahn gestiegen (hab gestern meine Waschmaschine repariert). Tja, wenigstens kann ich den Tag jetzt nutzen. Wie dem polnischen Arbeiter steht mir nur eins ins Gesicht geschrieben: "Lasst uns arbeiten, arbeiten, arbeiten!"





Aber dafür habe ich heute wieder viele nette Menschen getroffen, und die Sonne scheint auch noch. Das hebt meine Stimmung. Wenn jetzt noch jemand zu mir nach Hause kommt und den Abwasch erledigt, bin ich aus dem Schneider. Dann muss ich nur noch:

  1. Eine neue Wohnung finden
  2. BAföG beantragen
  3. Artikel für die Sapere Aude schreiben
  4. Ganz viel MARKET TEAM kram
  5. Und das alles möglichst bevor die Anna mich in zwei Wochen besuchen kommt.
  6. Ich steh auf nummerierte Listen.
Und bei euch so?

Montag, 14. September 2009

Angel on my shoulder

Hmm, alle Welt wartet auf einen neuen Eintrag. Was versprechen sie sich denn davon? Mein neuer Schulterengel, auf dessen Erscheinen in diesem Stück wohl alle warten, rät mir zu mehr Kunst. Vermutlich hat er/sie recht damit. Denn wie wir weiter unten gesehen haben, schlagen ersonnene Geschichten viel eher ein als die aus dem richtigen Leben. Da kann man sich selbst für noch so interessant und vielseitig halten, wenn die anderen die eigene schnöde Existenz nicht über ihrer eigenen zu würdigen wissen, kann man ihnen mit noch so schmeichelnden Worten davon berichten, es wird sie nicht interessieren.

Ich meine, wartet hier wirklich noch jemand auf den Bericht von meinem tragischen Umzugs-Dilemma, den ich vor ein paar Wochen mal angekündigt habe? Schulterengel, du etwa? Dacht ich's mir doch. Dazu übrigens eine Anmerkung: Ich habe das Gefühl, mein Schreiben bestünde aus Versatzstücken. So wie ich dem Schulterengel vorgestern aus dem Stegreif ein Lied vorsingen konnte, welches ich mir zwar in diesem Moment ausgedacht hatte, dessen Text sich aber lediglich dadurch auszeichnete, dass ihn irgendjemand in anderer Form und Reihenfolge so bestimmt auch schonmal gesungen hat. Engel meint, ich wäre wortgewandt, aber letztlich hab ich einfach nur ein gutes Gedächtnis für schöne Formulierungen und greife dann wieder darauf zurück. Es ist ein seltenes Glück wenn mir tatsächlich mal etwas einfällt, was ich selber so auch noch nicht gehört habe.

Ich kann übrigens jedem das neue Billy Talent Album ans Herz legen, wirklich eine tolle Scheibe. Findet mein Schulterengel übrigens auch. Mein Leben ist schön, unter anderem auch deswegen, weil ich endlich jemanden gefunden habe, mit dem ich meinen Musikgeschmack teilen kann. Komisch, dass mir das in den letzten Jahren so schwer gefallen ist, aber irgendwie ist die Welt um mich herum einfach zu mainstream =) Mein Schulterengel meint, ein Konzert wäre fein. Sollen wir? Im November? Klingt doch gut, oder? Billy Talent in Stuttgart. Das ist wirklich weit weg. Aber irgendwie auch ganz in der Nähe, findet er/sie. Lass uns das mal machen. Oder?


Schweigende Zustimmung. Wenn wir ein bisschen üben, können wir die Songs von dem Album zwar bald selber performen, aber für eine große Bühnenshow fehlt uns einfach noch das Geld und die Fanbase. Im übrigen haben sich diese Ferien meine Prioritäten ein wenig verschoben: Ich werde, vermutlich, mein gesamtes zukünftiges Erspartes nur noch in Rosinenbrötchen und teures Gitarren-Equipment investieren. Zwar muss ich erstmal sehn, wie ich aus diesem finanziellen Loch rauskomme, aber wenn ich dann wieder auf der Wolke der Sorglosigkeit durch meinen monetären Alltag schwobeln kann, widme ich meine bare Münze nur noch meinem illustren Traum vom Leben als B-Promi.
Die Diskussion um Zukunft, wie man sie nach der Schulzeit führt, ist ja ohnehin hinfällig. Spätestens wenn man weiß, was man so garnicht will, spielt die Vernunft der guten Erziehung, welche uns zu gut bezahlten Jobs am Fuße irgendeiner trittfesten Karriereleiter rät, eh keine Rolle mehr. Da macht jedem Menschen, der so wie ich nciht in der Lage ist, in Dinge Zeit zu investieren, die gemacht werden müssen, ohne dass man sich einen persönlichen Nutzen davon verspricht (und damit meine ich Glückseligkeit und so Zeug), schon die eigene Tatenlosigkeit einen Strich die Rechnung. Mal gucken, was mein Schulterengel dazu sagt. Eigentlich soll er/sie ja beim Entscheiden helfen, aber wenn er/sie selbst noch unentschieden ist, kann man ihm/ihr ja auch mal unter die Arme greifen wenn er/sie einen lässt.
Schulterengel sind übrigens eine sehr schöne Sache. Jeder sollte einen haben. Ach so, kann mir jemand vielleicht sagen wie spät es ist?


Ah ja, vielen Dank.

Dienstag, 25. August 2009

Welt in Bewegung

Ihr merkt schon, hier ist gerade nicht viel los. Hab einfach keine Zeit zum erzählen. Viele Dinge sind im werden, ich bin viel unterwegs, Urlaube kommen und gehen (mein Gott sind meine Ferien gut gefüllt!). Und ich bin gerade sehr happy. Gute Musik, gutes Equipment, tolle Menschen um mich herum. Und spüre ich da sogar eine kleine Emotion in mir aufsteigen? Das wäre ja mal sensationell! Es geht ja nichts gegen ein gesundes Phlegma, aber hoch und tief ist mir gerade viel lieber als status quo.

Malo geht nach Moskau. Wussten wir schon. Jetzt erkühnt sie sich sogar wieder zu behaupten, sie wäre in der Lage einen Blog zu führen, ohne dass ihr nach ein paar Monaten die Lust verloren geht. Ein wagemutiges Experiment. Wir können es dann ja live verfolgen unter maloinmoskau.blogspot.com!

Aso, hab jetzt mein Ladegerät für mein Handy wieder, bin also zu erreichen. Falls irgendwem aufgefallen sein sollte, dass das die letzte Woche über nicht so wahr. Vermutlich nicht.

Morgen Tischtennis und Gitarren-Duett. Ich froi mich drauf =)

Freitag, 14. August 2009

Eine Frage der Perspektive

Ich weiß, meine Betätigung hier ist gerade wirklich spärlich, und das obwohl ich eigentlich Zeit hab. Bin aber gerade mit einem anderen Blog beschäftigt =) und so richtig Lust hab ich auch keine. Aber ich dachte mir, lass ich mal nen coolen Link hier:

http://en.genzu.net/sokumen/

Der "Side View Generator", der sich dahinter verbirgt, stellt Wörter räumlich so dar, dass sie, von Links betrachtet das Wort ergeben, von rechts aber etwas völlig anderes. Mein Name ändert sich dementsprechend zu "Measure". Ich rate hingegen allen Annas dieser Welt ab, nachzuschauen, was aus ihrem Namen dabei wird. Afraner haben da übrigens auch nicht das dickste Los gezogen...

Montag, 3. August 2009

Step by step

Mist mist mist... Ich habe es nicht geschafft, auch im Juli mindestens 7 Beiträge zu posten. Warum mir das wichtig ist? Ich weiß auch nicht, ich tue es ja gerne, und irgendwie denke ich, dass ein wenig Konstanz nicht schadet. Nunja, wie Stephen Foxx (einer der Protagonisten in "Das Jesusvideo") schon feststellte: Gerade in Zeiten, in denen besonders viel passiert, fallen die Tagebucheinträge recht spärlich aus, einfach weil man nicht dazu kommt, welche zu schreiben. So gesehen ein gutes Zeichen.

Was ich aber eigentlich sagen wollte: Ich bin umgezogen! Das wie und warum wird mit Sicherheit demnächst in einem weiteren Beitrag diskutiert, einfach weil es eine lange und erzählenswerte Geschichte ist, die ich nicht jedem auf's Neue wiederholen möchte. Da muss dann ein Verweis hierher genügen. Als kleiner Appetithappen: Ich bewohne jetzt für 3 Monate ganz alleine 77,7m². Die Adresse entnehmt ihr bitte meinem StudiVZ-Profil oder der Email, die ich euch bestimmt geschickt habe. Oder fragt mich einfach.

Hier noch schnell ein Bild von dem Mann, der mir geholfen hat, das alles durchzustehen:



Mein Ritter in strahlender Rüstung =)

Und bei euch so?

Donnerstag, 23. Juli 2009

Wie die Stadt ihre Bewohner nervt

Ich muss zugeben, bevor ich nach Magdeburg gezogen bin und zwei Jahre in dieser Wohnung hier gewohnt habe, war es für mich nicht sonderlich wichtig, in einer ruhigen Gegend zu wohnen. Denn mal abgesehen von dem Baulärm, den man im ersten Afrajahr noch genießen durfte habe ich doch zum großen Teil in einer Enklave der Stille gelebt, mit nichts weiter als dem Zwitschern von Vögeln vorm Fenster und Justus' lauter Musik zwei Zimmer weiter (Nichts für ungut, Schoko, ist nur exemplarisch).

Jetzt, wo ich auf zwei Jahre Leben in der Großstadt zurückblicken kann, sehe ich die Dinge ein bisschen anders. Es ist ja nicht so, als ob ich in Leipzig immer in einer Verkehrsberuhigten Zone gewohnt hätte, im Gegenteil. Doch was sich die Stadt Magdeburg hat einfallen lassen, um meine sonst so stählernen Nerven einen nach dem anderen anzusägen und durchzutrennen, das war schon gezeichnet von einem unbeschreiblichen Ausmaß an Subtilität und Rafinesse.

Es begann damit, dass sie ein älteres Gebäude direkt gegenüber meines Fensters zu einem Seniorenheim aus- und umgebaut haben. Damit haben sie sich gut und gerne ein 3/4-Jahr beschäftigt. Hätte ich eine Kamera, ich schösse ein Bild aus meinem Fenster und ihr sähet ein nunmehr lustig buntes Gebäude in 50 Meter Luftlinie.

Dann haben sie sich noch dazu entschieden, diese alten, hässlichen und ohnehin leerstehenden Platten die wiederum direkt neben unserem Haus standen und auf Google Earth auch noch zu sehen sind, wegzureißen. Da kann man ihnen an und für sich keinen Vorwurf machen, deenn zum einen war es bitte nötig, und zum anderen ging es auch wahnsinnig schnell. Dafür meinen Daumen. En erhöhter Lärmpegel bleibt aber allemal.

Dort, wo diese Platten nun standen, haben sie dafür einen wie ich finde sehr schönen Spielplatz hingebaut. Noch mehr Baulärm. Und auch wenn ich vom Spielplatz so gut wie nie etwas höre, obwohl er immer so gut besucht ist als ob es Freibier für die Eltern und Schäufelchen für die Kinder gäbe, wäre mir gestern fast der Kragen geplatzt, als eins von den Bälgern 10 Minuten lang nicht aufhören konnte zu plärren.


Eine kleine Skizze zum Sachverhalt


Als dies ist nun ja eher oberflächlicher, konzentrierter Lärm. Hinzu kommt aber der Teil der Aktion, den ich liebevoll als Guerilla-Taktik der Stadtwerke bezeichne. Denn obwohl das hier eigentlich eine recht ruhige Straße ist bzw sein könnte, schaffen es die lokalen Größen immer wieder, uns Werk- wie Wochenendtags große, schwere und Laute Fahrzeuge durch unser Gässchen zu schicken. Das sind zum einen die Müllmänner, die natürlich ihre Lager früh um 8 vor meinem Fenster aufschlagen müssen. Dazu kommen Maschinen, die ich aus meinem Fenster nicht sehen kann, weil sie sich im toten Winkel versteckt haben, die es aber fertig bringen, eine gewaltige Geräuschkulisse zu produzieren ohne danach äußerlich nur eine Spur von Aktivität zurückzulassen, dass man sich fragen muss: machen die das mit Absicht? So ist auf jeden Fall garantiert, dass man nicht eine Woche durchgängig früh ausschlafen kann.

Heute morgen nun die Krönung, die mich eigentlich dazu veranlasst hat, diesen Beitrag hier zu schreiben: Vor geraumer Zeit hat irgendein Bauunternehmen angefangen, die Straße vor unserem Haus systematisch aufzureißen, anscheinend um darunter irgendwelche Rohre auszubessern. Und damit immernoch Autos durchfahren können hat man sich dazu entschieden, immer einen kleinen Teil der Straße zu öffnen, dort zu werkeln, ihn wieder zuzumachen und sich den nächsten Abschnitt vorzunehmen. Das zieht sich hin. Nun ist dabei noch zu bedenken, dass es sich bei selbiger Straße unter meinem Fenster um Kopfsteinpflaster handelt.
Ich werde heute also gegen neuen von einem unablässigen Klonken geweckt, welches so klingt, als würde irgendjemand energisch versuchen, das letzte Froot Loop aus seiner Schüssel zu löffeln, dabei aber immer wieder danebengreifen. Was war es also: Zwei Männer knieten auf der Straße und hämmerten mit einem Metall-Hammer jeden Stein einzeln wieder in die Erde.

*klonk* *klonk* *klonk* *klonk* *klonk* *klonk* ...


5 Minuten später:


*klonk* *klonk* *klonk* *klonk* kurze Pause *klonk* *klonk* *klonk*


nach 30 Minuten immernoch:


*klonk* *klonk* *klonk* *klonk* *klonk* *klonk* *klonk*


Aaaaaaaaaaaaaaaaargh!

Und wie das so ist im Leben: Wenn man vom Teufel spricht! Just in diesem Augenblick, nachdem der Regenschauer wieder abgeklungen ist, machen die Typen weiter!!! Ich muss hier raus!!!

Ich freu mich auf meinen Umzug...